Zurück ins Büro - 
muss das sein?

Was wie eine Kampfansage klingt, ist aktuell in der Arbeitswelt vielerorts Realität. Immer mehr Arbeitnehmer möchten ihre Mitarbeiter wieder vermehrt im Büro sehen, aber diese spielen oftmals nicht mit, und es droht eine Kündigungswelle.

Nachdem das Homeoffice jahrelang für viele Firmen mehr als eine Option und eine neue Form des Arbeitsmodells markierte, gehen nicht wenige Arbeitgeber die Rolle rückwärts und stellen striktere Homeoffice-Regeln auf. Die Rede ist dann beispielsweise monatlich von nur noch bis zu zehn Homeoffice-Tagen im heimischen Büro oder an einem anderen Ort.

Die Argumente der Chefetage sind für mich dabei durchaus nachvollziehbar: mehr Kommunikation und Austausch und ein besseres Teambuilding unter den Kollegen. Arbeitnehmer, die sich im Büro unwohl, weil kontrolliert und ausgeliefert fühlen, leiden nicht selten unter hoher Anspannung und Gereiztheit. Kann der Stress nicht mehr kompensiert werden, drohen Leistungs- und Arbeitsausfälle. 

Welche Anreize können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern jetzt bieten? Moderne Co-Working-Spaces bieten zwar nicht mehr für jeden den eigenen Arbeitsplatz, dafür aber mehr Flexibilität und feste Räume für Teams. Im besten Fall - und architekturpsychologisch sinn- und wirkungsvoll - werden die Teammitglieder auch bei der Gestaltung neuer Bürowelten mit eingebunden. Denn je mehr diese involviert werden, desto höher ist die Warscheinlichkeit, dass die neue Situation besser angenommen werden kann. 

Die Tatsache, dass sich viele Arbeitnehmer im heimischen Büro wohlfühlen, stellt für Unternehmen die Chance dar, sich die Frage nach eben diesen architekturpsychologisch begründeten Wohlfühl- und letztendlich Gesundheitsfaktoren zu stellen und wie sich diese im Gebäude integrieren lassen. Denn: Wer sich wohlfühlt, leistet mehr. 



Text: Elfi Meyer zu Broxten



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