Stress durch Angsträume 

Bestimmte gebaute Umwelten lösen mehr Stress im Menschen aus als andere. Beispielsweise dann, wenn uns beim Betreten von Unterführungen, Tunneln, Tiefgaragen oder verlassenen Foyers in Hochhäusern - allesamt schlecht einsehbare, schlecht beleuchtete Orte - angst und bange wird. Mal ganz abgesehen von der Gestaltung. Wir sprechen dann von sogenannten Angsträumen. Umgebungen im (halb)-öffentlichen Raum, die tiefes Unbehagen in uns auslösen und die wir vermeiden, wenn wir es können. 

Auch der Aufenthalt in öffentlichen, in Büro- und auch Gesundheitseinrichtungen löst nicht selten negative Gefühle in uns aus. Unterschiedliche Faktoren tragen dann zu einer schlechten Aufenthaltsqualität bei. Oftmals können wir gar nicht sagen, woran es liegt, haben aber den Wunsch, das Gebäude zu verlassen. Müssen wir uns dort dennoch aufhalten (Arbeit), kann die Anspannung steigen, manchen wird übel, wieder andere bekommen schlechte Laune, fühlen sich niedergeschlagen oder können sich nicht konzentrieren. Dann können Räume krank machen!

Die Architekturpsychologie untersucht eben diese Wirkung gebauter Umwelten auf den Menschen, um daraus Maßnahmen abzuleiten, welche die Mensch-Raum-Beziehung und damit Gesundheit und Wohlbefinden im Raum verbessern.

An welchem Ort kannst du nicht lange sein? Erzähl mir davon!